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Diplomarbeit |
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Kurzfassung der Diplomarbeit |
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Windkraft: Die
Wirtschaftlichkeit ist erreicht. An guten Standorten (Küste)
kann über 7% der Investitionskosten pro Jahr an Gewinn erwirtschaftet
werden. Die Potentiale in Deutschland sind noch nicht erschöpft,
ein sehr großer Exportmarkt vor allem in die Rohstoffarmen
Länder steht bereit. Der Boom seit der Einführung des
Stromeinspeisegesetzes hat sich gelegt, doch der Markt wächst
jetzt auch im Binnenland. Bayern ist eines der Schlußlichter
in der Nutzung von Windenergie. Heute kann eine Windkraftanlage
mit einem guten Standort eine kWh unter 0,15 DM liefern. Förderungen
werden deshalb nur noch vereinzelt gewährt und laufen bald
aus.
Photovoltaik: Die Wirtschaftlichkeit ist nicht erreicht.
Selbst aufwendige Förderungen können die PV nicht in den
positiven Bereich bringen. Die Potentiale sind in der Photovoltaik
am größten. Nur 1/3 der Oberfläche der Sahara würde
ausreichen den gesamten Strombedarf der Welt zu decken. Ein Problem
bleibt der Unterschied zwischen Angebot und Nachfrage. Die Frage
der Speicherung von Solarstrom für die Wintermonate könnte
durch die Brennstoffzellen gelöst werden. Diese sind jedoch
noch nicht serienreif. Solarkraftwerke können Solarstrom heute
für 0,60 DM/kWh liefern. Auf EFH oder MFH installierten Anlagen
kommt die kWh auf ca. 1,90 DM ohne Förderung und auf 1,50 DM
mit Förderung. Selbstbausätze für 2 kWp Anlagen gibt
es ab 25.000,- DM, Montagekosten hierbei bei rund 3000,- DM. Die
Stadtwerke München sind hier als besonders engagiert hervorzuheben.
Dort wird eine kWh mit 2,- DM vergütet. Dadurch erwirtschaftet
die Anlage sogar einen Gewinn. Chancen sind in der Imageverbesserung
des Gebäudes und deren Nutzer zu sehen.
Sonnenkollektoren: Die Wirtschaftlichkeit ist bedingt
gegeben. Ohne Erdgasanschluß und Ölheizung sind Sonnenkollektoren
wirtschaftlich. Die Wärmegestehungskosten kommen dabei auf
ca. 25 Pf/kWh (Inkl. Förderung). Bei Öl und Erdgas betragen
die WGK ca. 7 bis 9 Pf/kWh. Die Potentiale sind noch nicht ausgeschöpft,
der Markt für diese Anlagen wächst. Das Problem ist die
Speicherung der Sonnenwärme über die Wintermonate. Der
Wasser-Eis-Speicher ist eine interessante neue Lösung. Trotzdem
wir man um eine zusätzliche Heizungsquelle nicht herum kommen.
Selbstbausätze für EFH gibt es ab 5000,- DM. Die Montagekosten
hierbei betragen rund 3000,- bis 4000,- DM.
Geothermie: Die Wirtschaftlichkeit kann erreicht werden.
Allerdings ist eine Nutzung in der BRD nur in großem Stil
wirtschaftlich. Oft werden Wärmepumpen fälschlicherweise
als erneuerbare Energiequelle verstanden. Das ist nur der Fall,
wenn der Strom für den Antrieb aus regenerativen Energien gewonnen
wird.
Biomasse: Die Wirtschaftlichkeit kann erreicht werden.
Vor allem im bayerischen Raum (viel Holz) kann ein Blockheizkraftwerk
wirtschaftlich arbeiten und so eine Siedlung, umweltfreundlich,
mit Wärme und Strom versorgen. Besonders die Konstanz des Energieträgers
macht diese Anlagen interessant, da Sie im Winter nicht weniger
Energie zur Verfügung stellen.
Sterling-Motoren: Die Wirtschaftlichkeit ist gegeben.
Die Kopplung von Wärme und Strom macht Sie für BHKW interessant.
Bereits heute machen sie den Gasturbinen Konkurrenz. Die Entwicklung
steht kurz vor dem Abschluß, ein großer Markt ist zu
erwarten.
Inselanlagen: Die Wirtschaftlichkeit ist bei großen
Entfernungen (ab ca. 1km) gegeben. In der Art der Ausführung
des Inselsystems spielen zu viele örtliche Gegebenheiten eine
Rolle. Eine allgemeine Beurteilung kann deshalb nicht abgegeben
werden.
Passive Solararchitektur: Die Wirtschaftlichkeit ist gegeben.
Sie liegt aber in der Gestaltung des Gebäudes und damit im
Bereich des Architekten und Bauherren. Besonders die Architekten
sind hier angesprochen durch optimale Gestaltung und Einflußnahme
auf den Bauherren eine wirtschaftliche Lösung zu finden. Bei
der Frage der Dämmung kann eine Simulation Klarheit verschaffen.
Akzeptanz, Vermarktung: PV-Anlagen sind gefragt, Kollektoren
sind für EFH-Besitzer interessant, WKA werden zwiespältig
gesehen. Biomasse und Geothermie sind Nischenanwendungen. Durch
eine Nutzung der regenerativen Energien wird das Image verbessert,
wodurch ein besserer Verkauf und/oder eine Vermietung erreicht wird.
Vor allem Solarzellen sind hier hervorzuheben, da sie besonders
gut bei den jungen und in MFH lebenden Bewohnern ankommen.
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