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Diplomarbeit |
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4.1
Einleitung, Funktionsweise
Das wichtigste bei einer WKA ist das Windpotential. Deshalb gleich
zu Anfang eine Übersichtskarte des Windpotentials an den Küsten
Europas. Eine WKA arbeitet ab ca. 3-4 m/s in 10 Meter Höhe
wirtschaftlich.
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| Abbildung 4-1 zeigt das Windpotential
an Europas Küsten: [1]. |
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In Binnenland nimmt die durchschnittliche Windgeschwindigkeit stark
ab. Nur vereinzelte, hochgelegene Standorte kommen als ein wirtschaftlicher
Standort in Frage. Dies zeigt die folgende Abbildung von der BRD:
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Abbildung
4-2 zeigt die Windpotentialkarte der BRD.
Man erkennt, daß die größten Potentiale für
WKA die
Küstengebiete und vereinzelte Gebirgsstandorte sind:
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Das
Windpotential in Deutschland: [3]
Technisches Stromerzeugungspotential an Land: 127,7 TWh/a
Technisches Stromerzeugungspotential Off-Shore: 237,0 TWh/a
Stromerzeugung durch Windkraft 1994: 1,4 TWh/a
Die Amerikaner sind bereits übergegangen die verschiedenen
Windpotentiale in Klassen einzuteilen.
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Abbildung
4-3 zeigt das Windpotential der USA mit der Klasseneinteilung
nach W/m2.
Die m² beziehen sich dabei auf die m² Rotorfläche
der WKA.[4] |
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In
Bayern existiert ein gutes
Windpotential an den Alpenrändern.
Abbildung 4-4 zeigt das Windpotential
in Bayern an den Alpenrändern: [5] |
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Abbildung
4-5 zeigt die WKA-Standorte in Deutschland.
Man erkennt, daß im Norden (besserer Wind) mehr WKA
stehen als im Süden): [6] |
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In Bayern sind nur vereinzelt (siehe Karte oben) WKA vorhanden.
Das kann aber nicht an der Binnenlage Bayerns liegen, da in Nordrhein-Westfalen
bereits wesentlich mehr WKA aufgestellt sind (siehe Anhang 15.6).
Zwar ist die mittlere Windgeschwindigkeit in Nordrhein-Westfalen
um 1 m/s stärker, jedoch hat Bayern an den Alpenrändern
bessere Windgeschwindigkeiten zu bieten. Zusätzlich ist die
Netzferne von potentiellen Standorten zu berücksichtigen.
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Die Deutschen müssen
bis jetzt keinen Vergleich mit dem Ausland scheuen. In Europa ist
die höchste Installierte Nennleistung von WKA in Deutschland.
Weltweit steht Deutschland auf den zweiten Platz hinter den USA.
Doch bei Beibehaltung des Booms von WKA wird Deutschland die USA
in der installierten Nennleistung für WKA bald überholen.
In den nächsten Abbildungen sieht man einen weltweiten Vergleich:
[7]
4.1.1 WKA-Typen
Man unterscheidet generell 2 Typen von WKA:
n vertikal drehende Anlagen
n horizontal drehende Anlagen
Rotoren mit vertikaler Drehachse:
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Abbildung
4-6 zeigt die verschiedenen Typen von WKA mit vertikaler Drehachse:
[8]
Die vertikal drehenden Rotoren haben folgende Vorteile
zu horizontal drehenden Rotoren:
- Weniger bewegte Teile (Wegfall des Nachführen
in den Wind)
- Dadurch geringere Wartungskosten
- Dadurch bessere Aufnahme von Windböen aus
verschiedenen Richtungen
- Besseres Statisches System durch Dreifuß
- Für Off-Shore Anwendungen gut geeignet
Aber auch folgende Nachteile:
- Durch schlechtere Aerodynamik schlechterer Wirkungsgrad
- Lautes Drehgeräusch resultierend aus der schlechten
Aerodynamik
- Noch keine Serienreife erzielt für Großanlagen
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Abbildung
4-7 zeigt einen H-Rotor 300 der Firma Heidelberg aus Starnberg:
[9]
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Technische Daten: |
Nennleistung 300 KW |
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Nabenhöhe 50 m |
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Max. Blattgeschwindigkeit 31 m/s |
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Überlebensgeschwindigkeit
71 m/s |
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Lebensdauer (laut Firma) 30 Jahre |
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Preis: k.A. |
| Generell muss man sagen,
dass sich vertikal drehende Anlagen auf dem WKA-Markt nicht
durchsetzten konnten. |
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Rotoren mit horizontaler Drehachse:
Diese Bauart hat sich auf dem Markt durchgesetzt.
Ihre Vorteile Sind:
- Durch verstellbare Rotorblätter sehr leise. Beim vorbeistreichen
der Rotorblätter an den
Mast und an den Flügelenden entstehen Geräusche.
- Serienreife erreicht
- Neue Modelle ohne Getriebe (Enercon-40).
- Guter Wirkungsgrad durch regulierbare Rotorblätter und Drehzahl.
Ihre Nachteile:
- Durch schlechtes statisches System (Kragarm) vibrationsanfällig
(speziell bei starken Böen)
- Meiner Meinung nach, sind Sie in der Landschaft auffälliger
als vertikal drehende Anlagen
- Nachführung in den Wind erforderlich
- Mehr bewegte Teile als beim vertikal drehenden Typ
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Abbildung
4-8 zeigt den prinzipiellen Aufbau einer WKA mit horizontaler
Drehachse: [10]
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4.2
Standortfaktoren
Windgutachten:
Ein Windgutachten ist auf jeden Fall vor Aufstellung einer WKA einzuholen.
Die Risiken einer Fehlplanung sind viel zu groß, als daß
sich das Windgutachten nicht rentieren würde.
Außerdem wird mit der Leistungskurve und verschiedenen Nabenhöhen
einer (oder mehreren) ausgewählten WKA der Energieertrag pro
Jahr errechnet. Das ist für eine wirtschaftliche Anlage der
wichtigste Faktor.
Abbildung 4-9 zeigt das Windangebot und theoretisch berechneter
WKA - Energieertrag für verschiedene Nabenhöhen: [11]
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Im Anhang dieser Arbeit
finden Sie einige Adressen von Windgutachtern. Man muß aber
beachten, daß die jährlichen Erträge (kWh/a) um
bis zu 20% von Ihrem Soll Abweichen können!
Jahresmittel der Windgeschwindigkeit:
[12]
Ein Blick auf die Windpotentialkarte Zeigt schon einmal, ob das
untersuchte Gelände für eine Nutzung in Frage käme.
Ganz sollte man sich aber nicht darauf verlassen. Eine differenziertere
Darstellung der Windstruktur wird erst durch empirisch ermittelte
Häufigkeitsverteilungen möglich. Örtliche Sondergebiete
wie z.B. Seen, Flüsse, Bodenrauhigkeit, steile Hügel und
Gebirge (Düsenwirkung) können sehr stark das Windpotential
beeinflussen. Außerdem ist die Höhe für die angegebene
mittlere Jahreswindgeschwindigkeit ausschlaggebend. Meistens wird
sie in 10 m Höhe angegeben. Nachfolgendes Diagramm macht klar,
wie sehr die mittlere Windgeschwindigkeit mit der Höhe anwächst.
Abbildung 4-10 zeigt den Höheneinfluß
für die mittlere Jahreswindgeschwindigkeit: [13]
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Wichtig für den Ertrag von WKA ist die Verteilung der Windstärke
über die Zeit. Sie wird mit der Weibullverteilung beschrieben
und ausgewertet.
Weibullverteilung: [14]
Empirisch ermittelte Häufigkeitsverteilungen, die mit Hilfe
von Windmessungen gewonnen werden, können durch die Weibullverteilung
approximiert und in verschiedene Höhen extrapoliert werden.
Die Weibullverteilung aus der Gruppe der Gammaverteilungen wird
durch den scale-Parameter c (Skalierung) und den shape-Parameter
k (Form) beschrieben. Für k = 2 ergibt sich die sogenannte
Rayleigh-Verteilung. Auf der Basis der Weibullfunktion ist eine
Berechnung des WKA-Energiepotentials möglich.
Abbildung 4-11 zeigt den Unterschied bei
zwar gleicher mittlerer Jahreswindgeschwindigkeit aber unterschiedlicher
Häufigkeitsverteilung: [15]
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M= Mittelwert der Windgeschwindigkeit
[m/s] c = scale Faktor [m/s]
k = shape Faktor [-]
Für nähere Informationen über die Verteilung
verweise ich auf die Internetseite der Uni Münster
(siehe Fußnote).
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Es werden zwei Arten von Standortgutachten unterschieden:
- Standortgutachten auf Basis von Windmessungen (Genauigkeit abhängig
von Dauer der Messungen; mind. 3 Monate besser 1 Jahr).
- Standortgutachten auf Basis von Computersimulationen (Genauigkeit
ca. + 10%; Zeitaufwand 2-3 Wochen).
Küstennähe:
Durch die flachen Küstenbereiche von Deutschland folgt, daß
in Küstennähe und für Off-Shore Anlagen eine Computersimulation
durch Aufnahme des Geländes mittels Kartenmaterial und eine
Auswertung auf der Basis von schon vorhandenen Winddaten ziemlich
genaue Angaben über die Windverhältnisse gemacht werden
können.
Binnenland:
Im Binnenland ist dies nur im leicht hügeligen Gelände
möglich. Bei zu starken Höhenunterschieden wird die Simulation
immer ungenauer. Für eine flächenmäßige Darstellung
des Windpotentials ist aber eine numerische Lösung unumgänglich,
da der Messungsaufwand sonst viel zu groß wird (zu viele Messungen
nötig).
Im Binnenland sind die rentablen Windpotentiale nur im Gebirge anzutreffen,
wo eine reine Computersimulation viel zu ungenau wird. Deshalb ist
eine Kombination von Computersimulation mit anschließender
Standortmessung am sinnvollsten und sichersten.
Abbildung 4-12 zeigt den Aufbau einer Messtelle,
die angegebenen Meßhöhen können variieren: [16]
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Die Resultate eines Windgutachtens
sind:
- Jahresenergieertrag
- Windrichtungshäufigkeit
- Flautenhäufigkeit
- Windstärkenverteilung
In den folgenden zwei Abbildungen sehen Sie ein Beispiel über
eine solches Windgutachten. Hier wird die Häufigkeit der Windrichtung
in % angegeben, sowie deren minimale und maximale Geschwindigkeit.
Außerdem wird eine Windgeschwindigkeitsmessung über die
Meßzeit erstellt und daraus ein Mittel mit einer Standardabweichung
errechnet. Eine Flautenanalyse ist ebenfalls abgebildet.
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| Abbildung
4-13 zeigt von einen Windgutachten die Windrichtungsstatistik
mit max. und min. Geschwindigkeit: [17] |
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Abbildung
4-14 zeigt eine Flautenanalyse und Tagesgang der Windgeschwindigkeit:
[18] |
| Abbildung 4-15 zeigt die Verteilung
der Windgeschwindigkeit mit verschiedenen Verteilungsfunktionen:
[19] |
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Preise: Ich habe 15 Windgutachter angeschrieben und 6 Rückantworten
erhalten. Die einzelnen Adressen sind im Anhang gegeben.
Alle Computersimulationen berechnen den durchschnittlichen jährlichen
Betrag an kWh für die aufzustellende WKA anhand Ihrer Leistungskurve.
Eine Auswertung ergab folgende Preise:
Computersimulationen:
| Fa.
GERTEC |
1.500.-
bis 3.000.- DM
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| DEWI
Deutsches Windenergie - Institut |
1.400.-
bis 3.500.- DM, Mehrkosten: Bei 70m über NN, Kilometergeld
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| ERGO
NOVA |
1.000.-
bis 1.400.- DM + 250.- DM Fahrtkosten für Bayern +MwSt
Windparkanalyse 1.400.- bis 1.800.- DM. + Fahrtkosten (ab
250 Km auf. Absprache, sonst 0,52 DM/Km) + MwSt. je Anlage
Kartenmaterial z.T. zu Lasten des Auftraggebers
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| Ingenieurbüro
J. Kuntzsch |
1.800.-
bis 2.200.- DM inkl. Standortbesichtigung
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| Landwirtschaftskammer
Schleswig-Holstein |
1000.-
DM inkl. MWSt Berechnung 30m über Grund und in Nabenhöhe
mit Windanalysis System Programmes (WAsP); nur in Schleswig-Holstein!
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| Anemos |
1500.-
bis 2500.- DM (+MwSt.) je nach Entfernung des Standortes (Besichtigung
mit Inbegriffen).
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Standortmessungen:
Dabei ist darauf zu achten, daß der Standort mit einen PKW
zu erreichen ist, und ein Fundament mit Abspannungen für den
Meßmast (je nach geplanter Höhe) aufgebaut werden kann.
Die Dauer der Messung sollte mindestens 3 Monate sein, besser 1
Jahr. Dadurch sind die Kosten für Standortmessungen sehr Variabel
(Dauer, Höhe, Erreichbarkeit, Aufstellung).
| Fa.
GERTEC |
5.000.-
bis über 15.000.- DM, Meßhöhe 10 - 30m |
Der günstigste Anbieter für eine Computersimulation ist
somit die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, die aber kein
Gutachten in Bayern erstellt. Diesen Platz nimmt Ergo Nova mit ca.
2000.- DM ein (100.- DM für Kartenmaterial + 1900.- DM für
Windgutachten inkl. MwSt.). Leider braucht man in Bayern in sehr
vielen Fällen auch eine Standortmessung. Diese Kosten sind
von vielen Faktoren (s.o.) abhängig, so daß Sie nur geschätzt
werden können: ca. 15. 000.- DM für eine gut zugängliche,
nicht schwer aufstellbare und ein Jahr dauernde Messung.
Somit ergeben sich Gesamtkosten für ein Windgutachten von ca.
17.000.- DM inkl. MwSt.
Windparks:
Ein Windpark ist eine Ansammlung von mehreren WKA auf einem Gelände.
Dadurch kann ein guter Standort besser ausgenutzt werden, als wenn
man die noch viel zu teuren Mammutanlagen (bis 3 MW)
installieren würde. |
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| Abbildung
4-16 zeigt die prinzipielle Aufstellungsart bei Windparks:
[20] |
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4.3
Genehmigungsphasen [21]
1. Bauvoranfrage:
dient dazu, die prinzipielle Genehmigungsfähigkeit des geplanten
WKA-Vorhabens von der unteren Bauaufsichtsbehörde prüfen
zu lassen dazu werden i.a. folgende Unterlagen bei der Baubehörde
eingereicht: Lageplan mit dem geplanten WKA-Standort, Angebot über
die zu errichtende WKA mit technischer Beschreibung, Zeichnung bzw.
ein Photo der Anlage sowie gegebenenfalls weitere Unterlagen, die
z.B. für die Beurteilung von landschaftsschutz-, straßenrechtlichen
und weiteren Aspekten des Genehmigungsverfahrens im Vorfeld einer
WKA-Errichtung relevant sein können.
2. Baugenehmigung:
Die Zulässigkeit des WKA-Vorhabens wird vor dem Hintergrund
aller öffentlich-rechtlichen Normen geprüft; dabei werden
die Wirkungen von Windkraftanlagen auf Mensch und Natur berücksichtigt.
Der Umfang der einzureichenden Bauvorlagen ist nicht einheitlich
festgesetzt und wird von der zuständigen Baubehörde festgelegt.
Neben Angaben zur Lagebeschreibung und Zeichnungen der Anlage sind
auch Nachweise über die technische Sicherheit und Standsicherheit
der Anlage (Bodengutachten), etc. zu erbringen. Im Verlauf des Baugenehmigungsverfahrens
werden weitere Behörden eingebunden, indem ihre fachliche Stellungnahme
zu dem Vorhaben eingeholt wird; dabei werden die Wirkungen von WKA
insbesondere vor dem Hintergrund der bau-, natur- und landschaftsschutzrechtlichen
Vorgaben geprüft
Baurecht (Gesetzliche Grundlagen):
Hier nur die entsprechenden Paragraphen:
1. WKA-Errichtung im Geltungsbereich eines Bebauungsplanes
Errichtung im qualifiziert beplanten Innenbereich (§ 30 Abs.
1 BauGB)
Errichtung im nicht qualifiziert beplanten Innenbereich (§
34 BauGB)
2. Bauen im Außenbereich § 35 BauGB
Privilegierte Bauvorhaben
1. §35 Abs. 1 Nr. 1 BauGB
2. §35 Abs. 1 Nr. 4 BauGB
(Genehmigungsmöglichkeit vom BVerwG im Juni 1994 gestoppt),
Sonstige Vorhaben (§35 Abs. 2 BauGB)
Natur- und Landschaftsschutzrechtliche Grundlagen:
Bundesnaturschutzgesetz:
Regelt die Belange des Natur- und Landschaftsschutzes auf Bundesebene.
Wichtiges Instrument ist die in § 8 verankerte Eingriffsregelung,
die Verursacher eines Eingriffs verpflichtet, "vermeidbare
Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft zu unterlassen,
sowie unvermeidbare Beeinträchtigungen .. durch Maßnahmen
des Naturschutzes und der Landschaftspflege auszugleichen"
(§ 8 Abs. 2 BNatSchG). Die Errichtung von WKA ist in die Kategorie
eines Eingriffs in Natur und Landschaft einzuordnen. Zur Ermittlung
der Eingriffserheblichkeit werden die Wirkungen von WKA auf Natur
und Landschaft untersucht.
Die einzelnen Landesgesetze sind zusätzlich zu beachten.
Zu beachtende Planungsvorgaben:
Hier sind zusammengefasst alle zu beachtenden Gesichtspunkte bei
der Planung einer WKA:
Schallimmissionen:
Wirkung:
Beim Betrieb von WKA treten Betriebsgeräusche des Getriebes,
Generators sowie der Rotorblätter auf, deren Größenordnung
Anlagen- und standortspezifisch ist.
Planung:
Im Rahmen einer Standortanalyse ist für jeden WKA-Typ in Abhängigkeit
von den örtlichen Gegebenheiten die Durchführung einer
Schallprognose zu empfehlen. Angaben über einzuhaltende Schallimmissionsgrenzwerte
bei verschiedenen Raumnutzungen finden sich z.B. in der TA LÄRM.
Um die zulässigen Schallimmissionsgrenzwerte nicht zu überschreiten,
sind bestimmte Mindestabstände zu den verschiedenen Nutzungen
einzuhalten.
Grenzwerte der Schallimmissionen nach der TA LÄRM
Gebiete nach BauNVO
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Tag dB(A) |
Nacht dB(A) |
| Industriegebiet |
70 |
70 |
| Gewerbegebiet |
65 |
50 |
| Misch-, Kern-, Dorfgebiet |
60 |
45 |
| Allgemeines Wohngebiet |
55 |
40 |
| Reines Wohngebiet |
50 |
35 |
| Kurgebiete, Krankenhäuser,
Pflegeanstalten |
45 |
30 |
Avifauna
Wirkung:
Bisherige wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass von
WKA nur ein geringes Vogelschlagrisiko ausgeht und sich Beeinträchtigungen
eher in Änderungen des Zug-, Rast- und Brutverhaltens zeigen
können.
Planung:
Bei der Planung von Windparks sollten avifaunistisch bedeutsame
Gebiete von der Windkraftnutzung ausgegliedert werden.
Landschafts- und Ortsbild
Wirkung:
Bewertung der Auswirkungen von WKA auf das Landschafts- und Ortsbild
unterliegt subjektiven Einflüssen; Erheblichkeit der Auswirkungen
wird deshalb kontrovers diskutiert.
Planung:
Um die Bewertung der Auswirkungen zu objektiveren, gibt es Verfahren,
die von den Umweltbehörden zur Ermittlung der Eingriffserheblichkeit
eingesetzt werden können. Hilfreich kann auch die EDV-gestützte
Visualisierung des Standortes sein, bei dem die vorgesehene WKA-Konfiguration
an dem potentiellen WKA-Standort simuliert wird.
Elektromagnetische Störungen
Wirkung:
WKA-Betrieb kann in der näheren Umgebung zu Störungen
des Fernseh- und Rundfunkempfangs führen sowie Beeinträchtigungen
im Funkverkehr und bei Radaranlagen auslösen.
Planung:
Richtfunktrassen sind in die Bauleitpläne eingezeichnet, so
daß bei Baumaßnahmen eine Beteiligung der jeweiligen
Telekomdirektion bzw. des zuständigen Fernmeldeamtes notwendig
ist.
Schattenwurf
Wirkung:
Insbesondere an sonnigen Tagen kann es beim Betrieb von WKA durch
die Drehung der Rotorblätter zu Schatteneffekten kommen, die
bei zu geringen Abständen zwischen WKA und Wohnbebauung zu
Belästigungen von Anwohnern führen können.
Planung:
Die gesonderte Betrachtung möglicher Schattenwurfzeiten ist
nicht prinzipiell erforderlich, da die aufgrund von Schallimmissionen
einzuhaltenden Abstände i.d.R. größer sind als die
abschattungsbedingten Entfernungen.
Eisansatz: [22]
Der Betrieb von Windkraftanlagen soll bei Umgebungstemperaturen
von -10°C bis +40°C möglich sein. Insgesamt ist festzustellen,
daß die heutigen Windkraftanlagen für unsere durchschnittlichen
Winter ausreichend ausgelegt sind, aber noch Mängel im Detail
beseitigt werden müssen. An extremen Standorten kann aus Gründen
der Verfügbarkeit die Mehrinvestition in ein "Technisches
Winterpaket" sinnvoll sein (Alpen!). Bei weiteren Informationen
wenden Sie sich an Manfred Lührs, technischer Sachverständiger
für Windkraftanlagen in Süderdeich/Dithmarschen.
In folgenden Bereichen dürfen keine Windkraftanlagen errichtet
werden:
Nationalparks, Naturschutzgebieten, Kernzonen von Biosphärenreservaten
und vergleichbaren Schutzkategorien, Europäischen Vogelschutzgebieten
(IBA) gemäß EG-Vogelschutzrichtlinie, einzurichtenden
Schutzgebieten gemäß der EG-Fauna - Flora - Habitat -
Richtlinie, Europareservaten, Ramsar-Gebieten, 20c-Gebieten des
Bundesnaturschutzgesetzes und entsprechenden landesrechtlich geschützten
Bereichen, landesrechtlich geschützten Landschaftsbestandteilen
kleinerer Ausdehnung (z. B. In Niedersachsen: "Besonders geschützte
Landschaftsbestandteile"), naturschutzrechtlich nicht gesicherten,
aber in entsprechenden Verfahren befindlichen bzw. nach Erkenntnissen
der Biotopkartierung schutzwürdige Gebieten, in Vordeichgebieten
und 500 m dahinter, und auf traditionellen Vogelzugwegen und -rastplätzen.
4.4 Kosten für eine WKA
4.4.1 WKA-Markt in Deutschland 1996
Der Markt für WKA hat sich 1996 etwas beruhigt. Das Wachstum
ist nicht mehr ganz so stark, wie es auf den nachfolgenden Graphiken
dargestellt wird. Im Binnenland holen die WKA etwas auf. Der Trend
geht zu größeren WKA, die auch ausgediente kleinere Anlagen
immer mehr verdrängen. Erste Konkurse von WKA Herstellern sind
zu beklagen; Kennetech in den USA und Südwind in Deutschland,
wobei letzere wieder saniert wird.
| Abbildung
4-17 zeigt die Elektrizitätserzeugung durch WKA: [23] |
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Abbildung
4-18 zeigt die jährlich Installierte WKA Leistung aufgeteilt
in Küstengebiet und Binnenland, man erkennt, daß
Binnenanlagen aufgeholt haben: [24]
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| Abbildung
4-19 zeigt die Entwicklung zu größeren Anlagentypen:
[25] |
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Hersteller und Preise:
In Deutschland bestimmen fünf Firmen über 65% des Marktes
(siehe Graphik).
| Abbildung 4-20
zeigt den WKA - Markt in Deutschland nach Stückzahlen
und Leistung im Zeitraum von 1982 - 1995: [26] |
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Dabei ist ENERCON eindeutig der Marktführer in Deutschland.
Sie brachten auch die erste WKA mit getriebelosen Generator auf
den Markt.
Eine Analyse des Winkraftanlagenmarktes 1996 wurde aufgrund des
Kataloges der Firma WINKRA RECOM durchgeführt. Eine Aufteilung
in die Klassen 150 kW, 200 - 250 KW, 270 - 350 kW, 400 - 450 kW,
500 kW, 600 - 630 kW, 750 - 800 kW und 1 MW erbrachte folgendes
Ergebnis:
Als billigste WKA ist hier eine Carter CTL mit einer Leistung von
300 kW und einem Preis von 1000 DM/kW zu nennen. Diese Anlage kommt
aus Großbritannien. Die billigste Anlage der 150 kW Klasse
kommt auf 2.313 DM/kW. Sie wird von der Firma WIND WORLD geliefert.
In der nächsten Klasse bis 250 kW führt eine LAGERWAY
mit 250 kW und 1.560 DM/kW. Für Leistungen bis 450 kW ist eine
MICON zu nennen mit 400 kW Leistung zu einem Preis von 1.400,- DM/kW.
Eine NORDIC gewinnt die Wertung für WKA mit 500 kW zu einem
Preis von 1.480 DM/kW. ENERGOVARS erzielt in der 600 - 630 kW Klasse
einen Preis von 1.143 DM/kW. WIND WORLD hat eine WKA mit 1.167 DM/kW
bei der 800 kW Klasse. In der Königsklasse (1MW) hat eine NORDEX
mit 1.679 DM/kW die Nase vorn.
Alle Preise sind ohne MwSt. und ohne Trafo.
Leider kann man nicht nur den Preis je installiertem kW Nennleistung
betrachten. Sehr wichtig für den Ertrag ist auch die Rotorfläche
der WKA. Je größer die Rotorfläche, desto größer
ist der Ertrag der WKA. Deshalb ist nicht nur der Preis je kW Nennleistung
entscheidend. Außerdem sind die Nabenhöhen nicht alle
auf derselben Höhe, so daß auch hier unterschieden werden
muß. Hinzu kommt die Leistungskurve einer WKA. Die WKA sollte
so schnell und früh wie möglich eine hohe Leistung bringen
(siehe Abbildung 4-21). Also auch bei niedrigen Windgeschwindigkeiten
die Nennleistung erreichen. Das kann durch eine entsprechend große
Rotorfläche erreicht werden.
Abbildung 4-21
zeigt die Leistungskurve
einer WKA: [27] |
 |
4.4.2 Wirtschaftlichkeit,
Kosten
Faustformel für die Wirtschaftlichkeit einer WKA: Für
eine DM an Investitionskosten sollte etwa 1 kWh/a erzeugt werden.
[28]
Lebensdauer und Verfügbarkeit einer WKA:
Die Lebensdauer einer WKA wird bei einer Kalkulation mit 20 Jahren
angegeben. [29]
Die Herstellerfirmen sagen eine Lebensdauer von 20-30 Jahren voraus.
Leider muß man sich auf die Herstellerangaben verlassen, da
es noch keine genaueren Daten dafür gibt.
Die Verfügbarkeit für WKA liegt
bei 98 %. Durch Verbesserungen und Vereinfachungen der WKA ist ein
sehr hohes Niveau erreicht worden. [30]
Kosten einer WKA:
Die Kosten einer WKA unterteilen sich in folgende Bereiche:
- Investitionskosten (ca. 1500,- bis 2000,- DM/kW)
- Betriebskosten (ca. 0,039 DM/kWh)
- Finanzierungskosten (unterschiedlich, ca. 2300,- DM/kW)
Investitionskosten:
Nachfolgende Preisangaben sind von der Windwärts-Energie GmbH
übernommen.
Grundstückskosten
Die Grundstückskosten sind relativ gering, da man kein Bauland
für eine WKA kaufen muß.
Außerdem sollte eine WKA außerhalb bebautem Gebiet errichtet
werden, da sonst mit Widerstand in der Nachbarschaft gerechnet werden
muß (siehe auch Umfrage).
Windgutachterkosten:
Für ein Windgutachten werden ca. 17.000.- DM veranschlagt.
Für detailliertere Informationen siehe 4.2.
Genehmigungskosten (ca. 8,- DM/kW)
Windgenerator (eigentliche WKA, ca. 1500,- DM/kW)
Siehe Marktübersicht in 4.4.1
Aufstellkosten
Die Aufstellkosten für die WKA bestehen aus:
- Planung (ca. 60,- DM/kW)
- Zuwegung (ca. 20,- DM/kW)
- Fundament ca. 130,- DM/kW)
- Montage der WKA (meist im Preis der WKA inbegriffen)
- Netzanschluß inkl. Trafo (ca. 180 DM/kW)
Für WKA wird ein Flachfundament verwendet.
Die mittleren Fundamentkosten größerer Anlagen (600 KW)
können mit 130,- bis 140.- DM/KW bei Flachgründungen angenommen
werden. Bei Tiefgründungen über 200.- DM/kW.[31]
Die Montage einer WKA ist bei fertigem Fundament und Erreichbarkeit
mit einem Autokran meistens innerhalb eines Tages vollendet.
Der Netzanschluß muß von einen Fachmann der zuständigen
EVU installiert werden.
Die Kosten dafür sind im günstigen
Fall dem des Fundaments ähnlich, also ca. 140.- DM/kW [32].
Bei manchen WKA ist durch eine große Distanz zum nächsten
Netzanschluß und durch eventuell anfallende Trafokosten eine
große Streuung nach oben möglich. Erdkabel mit 20 kV
kosten ca. 200,- DM/lfdm.
Betriebskosten:
Wartung:
In der Regel werden Wartungsverträge abgeschlossen. Kosten
pro Jahr: ca. 35.- DM/kW
Reparaturen:
Schäden durch Verschleiß sind zu reparieren und sind
nicht durch Versicherungen oder Wartungsverträge gedeckt.
Versicherungen:
Sinnvoll! Versicherungen sind erhältlich für Haftpflicht,
Sachschäden wie Brand, Blitz, Maschinenschaden, Diebstahl etc.
Rücklagen:
Für eventuelle anfallende Reparaturen etc.
Strombezug:
Strombedarf der WKA selbst (Nachführung, Steuerung etc.)
ggf. Geschäftsführung:
Vor allem bei Windparks oder mehreren Betreibern nötig
ggf. Grundstückspacht
Wenn nicht der Grund erworben wurde. Ansonsten ist der Grundstückspreis
i.d.R. bei den Kreditkosten zu berücksichtigen
Finanzierungskosten:
Kreditkosten:
Laufende Kreditkosten sind mit ausschlaggebend
Steuern:
z.B. Umsatzsteuer, Einkommensteuer, Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer
(Gewerbeertragssteuer, Gewerbekapitalsteuer) und Vermögenssteuer.
Abbildung 4-22 zeigt die spezifischen
Kosten (Investitionskosten) pro installiertem Kilowatt Nennleistung.
Man erkennt, daß durch größere Anlagen Kosten
gespart werden können: [33] |
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Die Amerikaner nennen folgende Zahlen: [34]
Von 1981 bis 1990 hat sich der Preis für eine kWh von 0,30
$/kWh auf 0,05 $/kWh gesenkt. Das ist ein Preisverfall von 84%.
Vorhandene WKA verstromen den Wind bei einer mittleren Windgeschwindigkeit
von 6,84 m/s (15,4 mph) zu einem Preis von 0,05 bis 0,08 $/kWh.
Diese WKA kosteten 1000 $/kW an Installationskosten und haben eine
Lebensdauer von mindestens 20 Jahren. Neuere WKA Kosten 750 $ pro
installiertem kW und werden den Strom noch billiger als 0,05 $/kWh
produzieren. Die erwartete Lebensdauer dieser Anlagen soll 20 bis
30 Jahre betragen. Außerdem sind die Wartungs- und Betriebskosten
der WKA wesentlich niedriger als die der konventionellen Kraftwerke.
Bis zum Jahr 2000 hoffen die Amerikaner einen Preis von 0,04 $/kWh
zu erzielen. Damit könnten die WKA jedes konventionelles Kraftwerk
unterbieten. (Anmerkung: 1 $ entspricht ca. 1,55 DM, Stand Herbst
1996).
Die Windwärts-Energie-GmbH nennt dagegen
folgende Zahlen: [35]
Die Fortschritte im Windenergiebereich führen einerseits zu
einer hohen technischen Verfügbarkeit der Anlagen (ca. 98%)
und andererseits zu einer erhebliche Reduktion der Stromerzeugungskosten
aus Windenergie. So sanken die auf zehn Jahre bezogenen Stromerzeugungskosten
an einem guten Küstenstandort von 0,28 DM/kWh bei Anlagen der
150 kW-Klasse auf ca. 0,17 DM/kWh bei Anlagen der 500 kW-Klasse.
Für eine kurze Erläuterung des Kapitalwertes siehe Kapitel
3.
| Abbildung 4-23
zeigt überschlägig die Grenzbereichsfunktionen der
Vollastbenutzungsstundenzahl in Abhängigkeit von der
installierten WKA-Leistung bei Entscheidungsdifferenz (Kapitalwert
C0 = 0): [36] |
 |
Auch wichtig für eine Wirtschaftlichkeitsrechnung ist die Prognose
der Vergütung. Wie steht es in 20 Jahren mit den fossilen Energieträgern?
Wie hoch ist die Inflation? Gibt es wieder Kriege um Öl (Irak)?
Die Windwärts-Energie GmbH schätzte die Vergütung
für Ihre Wirtschaftlichkeitsrechnung in folgendem Diagramm
ab. Ich habe sie für alle Wirtschaftlichkeitsrechnungen (auch
für PV-Anlagen) als Grundlage übernommen.
Die angegebene Formel ist eine Trendlinie, so daß zukünftige
Werte über 20 Jahre ermittelt werden könnten.
Abbildung 4-24 zeigt die Vergütung
von Strom für Einspeiser aus regenerativen Energie: [37] |
 |
4.5 Wo sind WKA sinnvoll?
Zur Standortwahl einer WKA müssen einfach nur mehrere Karten
des zu untersuchenden Gebietes übereinander gelegt werden.
Dort, wo am meisten Wind, der Netzanschluß nicht weit entfernt,
das Grundstück zu kaufen oder zu pachten ist, kein Naturschutzgebiet
oder sonstige starke Auflagen für einen Betrieb einer WKA bestehen,
ist der gefundene Standort.
| Abbildung 4.5-1 Zeigt
ein aufeinanderlegen von verschiedenen Karten zur Standortausweisung
einer WKA im Stadtgebiet von Dortmund: [1] |
 |
Diese Aufeinanderlegen von Karten ist ideal um einen Standort für
eine WKA ausfindig zu machen. Diese Vorgehensweise könnte man
auch für die guten Windgebiete an den bayerischen Alpenrändern
anwenden. Dabei müßten Karten des Windpotentials, des
Mittelspannungsnetzes (ca. 20 KV), der Naturschutzgebiete, der Wohnlandschaft
und des Straßennetzes (Erreichbarkeit) übereinander gelegt
werden. Ist das gefundene Terrain zu kaufen oder zu pachten, so
steht einer Investition nichts mehr im Wege. Die ungefähren
Preise für Wald-, Acker- und Grünflächen entnehmen
Sie der Anlage.
4.5.1 Wohnungsbau
Im Wohnungsbau sind WKA nur im Zusammenschluß mit mehreren
Wohnanlagen, bei einem geeigneten Standort und einer netzgekoppelten
WKA sinnvoll:
· Die Anlage erwirtschaftet Gewinn
· Die Umwelt wird entlastet
· Die Bewohner/Investoren unterstützen, durch Ihren
Kauf die saubere Energieerzeugung
· Der Bau von zusätzlichen konventionellen Kraftwerken
wird vermieden.
· Imagegewinn durch alternative Energietechniken.
Wobei man speziell bei WKA darauf achten muß, daß nicht
alle umliegenden Bewohner mit dieser Art der Energieerzeugung einverstanden
sind (siehe Kapitel 12). Dadurch ist sehr genau vor Planung einer
WKA der Einfluß auf das gewonnene/verlorene Image zu achten.
- EFH
Für Einfamilienhäuser käme nur ein kleiner Rotor
(ich verwende bewußt den Ausdruck WKA nicht) auf dem Dach
in Frage. Dieser könnte mit einer Leistung von 500-2500 W und
einem Rotordurchmesser von 3-4m die Stromversorgung des Hauses unterstützen,
und bei Überschuß in das öffentliche Netz einspeisen.
| Abbildung 4.5-2 zeigt
Windräder auf einem Wohndach: [2] |
 |
Streiten kann man sich darüber, ob es schön ist, wenn
auf allen Dächern Münchens ein Rotor steht, denn andererseits
sind Satellitenschüsseln (Durchmesser 0,3-2m) auch nicht schön,
aber sie rotieren wenigstens nicht.
- MFH
Auch hier kann ein größerer Rotor (ca. 2-3m) oder mehrere
Kleinere (ungünstig wegen Wartung), auf dem Dach, die Stromversorgung
unterstützen. Die Leistungsklasse sollte dabei ca. 2-3 KW und
mehr pro Wohneinheit betragen, da kleinere WKA zu teuer kommen (siehe
Abbildung 4.4-b). Prinzipiell ist nach dem heutigen Stand der Preisentwicklung
von WKA unter 600 KW abzuraten, da hier die Wirtschaftlichkeit nur
selten gegeben ist. Für kleine Anlagen der 1-3 KW Klasse ist
Sie nur für Inselsysteme wirtschaftlich.
Ästhetik siehe oben.
- Wohnanlagen
Hier könnte durch zu Kauf eines Grundstücks auf einem
Hügel, Berg oder Küste eine WKA (1,5 MW) errichtet werden,
die direkt die Stromversorgung der Wohnanlage übernimmt. Allerdings
ist der Speicher dieser Anlage heute noch nicht finanzierbar. Deshalb
ist eine Einspeisung in das öffentliche Netz , die indirekt
den Strombedarf deckt, am sinnvollsten.
4.5.2 Industriebau
Im Industriebau sind WKA nur zu empfehlen, wenn ein geeigneter Standort
vorhanden ist, und der Fertigungsprozeß es zuläßt,
daß das Stromangebot stark schwanken kann, und sogar ausfallen
kann. Im Allgemeinen wird eine solche Regelungstechnik, allein schon
wegen der schwierigen Speicherung des Stromes, zu kompliziert sein.
Daher empfehle ich, bei geeigneten Standort auf dem Betriebsgelände
die WKA als ausgegliederte Anlage zu betrachten und auch als solche
zu führen, d.h. eine eigene GmbH für die WKA zu gründen,
und auch den Netzanschluß separat vom Industrieprozeß
anzubinden.
4.5.3 Gewerbebau
Hier gilt dasselbe wie bei der industriellen Nutzung aber in abgeschwächter
Form. Der Energieverbrauch schwankt bei Gewerbebauten nicht ganz
so stark wie bei den industriellen Fertigungsprozessen. Dadurch
kann die WKA bei geeignetem Standort einen Großteil der Energieversorgung
übernehmen. Der Pufferspeicher kann hier kleiner als der einer
industriellen Anlage sein. Trotzdem ist eine Netzkopplung (wenn
möglich) zu empfehlen, allein schon um den überschüssigen
Strom verkaufen zu können.
4.5.4 Off-Shore-Anlagen
(WKA auf hoher See)
Irgendwann werden wir in der BRD keinen Platz mehr für WKA
haben (Bevölkerungsdichte, Protest aus der Bevölkerung,
Platzverbrauch, keine guten Standorte mehr verfügbar), deshalb
die Alternative: Netzgekoppelte Off-Shore-Anlagen, d.h. WKA die
in flachen Gewässern (z.B. Ostsee) aufgestellt werden. Das
Potential liegt hier bei 237 TWh/a, da auch das Windpotential auf
offener See größer ist.
Off-Shore-Anlagen gehören nicht zum Thema dieser Diplomarbeit,
da Sie nur der reinen Elektrizitätsversorgung dienen. Trotzdem
werden Sie hier näher betrachtet, da Sie einige Vorteile haben,
die Sie sehr wirtschaftlich machen ließen:
- Auf See ist meistens (siehe Karten) guter Wind (speziell
Nord- und Ostsee).
- Wenn die Off-Shore Anlage auch als Leuchtturm, Seestraßenfeuer
o.ä. genutzt wird, entstehen mehrere Vorteile:
* Leitungslegung kombinierbar è Ersparnis
* Stromerzeugung und Leuchtfeuer in einem
* Überwachung gegeben
- Niemand ist durch Schallimmissionen geschädigt
- Die Schiffahrt hat einen zusätzlichen
Orientierungspunkt
Als Voraussetzung für eine Installation einer WKA auf hoher
See ist zu beachten:
- Geringe Tiefe der See
- Verankern möglich
- Windpark und große Nennleistung für die Wirtschaftlichkeit
wichtig
- nicht zu große Landentfernung wegen Wartung (ca. 2-3 km)
- Nicht in Schiffahrtsroute o. ä. aufstellen
Auch schwimmende WKA-Konstruktionen wären denkbar.
Als zu installierender Typ bei Leuchttürmen o.ä. bietet
sich eine WKA mit vertikaler Drehachse an:
- Das Licht wird nicht durch einen Flügel verdeckt.
- Der Turm könnte auf ganzer
Länge genutzt werden
Beispielanlage:
In Dänemark ist bereits ein Windpark auf offener See eingerichtet
worden (Wassertiefe 3-4m, 11 WKA mit je 450 KW Leistung, Installationskosten
im Vergleich zum Land doppelt so hoch). Man ist zuversichtlich,
den Preissteigerungsfaktor im Vergleich zu einer Anlage, die an
Land installiert wurde, auf unter 1,5 zu drücken. Der Steigerung
der Installationskosten stehen nur 20-25% an Mehrerlösen, wegen
des größeren Windpotentials auf offener See, gegenüber.
| Abbildung 4.5-3 zeigt
die verschiedenen Gründungsarten einer Off-Shore-Anlage:
[3] |
 |
 |
Abbildung 4.5-4 zeigt
einen Vorschlag für eine WKA in der Nordsee: [4] |
Vielleicht könnten sogar ausgediente Ölplattformen oder
Versorgungsplattformen, die nach Erschöpfung der Ölfelder
nicht mehr genützt werden würden (siehe Brent Spar, auch
wenn dieser Vorschlag von SHELL abgelehnt worden ist), als billige
Fundamente herhalten und die neue Art der Energieerzeugung so unterstützen
können.
4.5.5 Beispielanlagen
Hanseatische AG: [5]
Die Hanseatische AG ist ein Negativbeispiel. Die Firma steht kurz
vor einem Vergleich. Die Hanseatische AG hat laut LG Hamburg nicht
genügend deutlich gemacht, daß bei einer Beteiligung
jahrelang Verluste drohen. Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt
wegen des Verdachts auf Kapitalbetrug.
Windwärts-Energie-GmbH: [6]
Es befinden sich im Stadtgebiet Laatzen einige Standorte mit für
Binnenlandverhältnisse "ordentlich Wind". Für
diese Standorte liegen Windgutachten des Instituts für Umweltmessung
und Planung GmbH vor. Diese gehen von einer mittleren jährlichen
Windgeschwindigkeit von 5,3 m/s in 34 m Höhe über Grund
aus.
Projektbeschreibung:
2 Projekte betreut die Windwärts-Energie-GmbH: Laatzen/Streitberg
und Sende/Hohenfels.
Bereits aufgestellt und in Betrieb seit Oktober 1995 sind zwei Enercon-40
am Standort Streitberg (1.Bauphase).
Technische Daten Enercon-40:
Nennleistung: 500 KW bei 12,8 m/s
Nabenhöhe: 50,3 m
Rotordurchmesser: 40,3 m
Rotortyp: 3-Blatt Luvläufer mit aktiver Blattverstellung
Blattmaterial: GFK/Epoxydharz
Drehzahl: Variabel, 18 - 38 U/min
Blattverstellung: Je Rotorblatt ein autarkes Stellsystem mit zugeordneter
Notverstellung
Blitzschutz: Je Rotorblatt ein integriertes Blitzschutzsystem
Generator: direktgekoppelter, geregelter Ringgenerator
Netzeinspeisung: pulsweitenmodulierter Frequenzumrichter (Sinusförmiger
Netzstrom, regelbare Blindleistung, keine Einschaltstromspitzen)
Bremssystem: drei autarke Blattverstellungen, Rotorhaltebremse,
Rotorarretierung 30° rastend
Windnachführung: aktiv über zwei Stellgetriebe, Dämpfung
über Reibungslager
Turm: konischer Schleuder-Spannbetonturm
Fundament: Flachgründung
Getriebelose WKA
Ertrag laut Windgutachten: 840.000 KWh pro Jahr und WKA. Dies ergäbe
bei 0,172 DM/kWh einen Ertrag von ca. 144.000.- DM/a und WKA (1996).
Die beiden Enercon E-40 (500 kW) auf dem Streitberg bei Hannover
sind seit Mitte Oktober ´95 in Betrieb. Im folgenden werden
die monatlichen Betriebsergebnisse veröffentlicht. Aus der
Fernüberwachung werden die Leistungsabgabe in den letzten zwei
Monaten und die Energieproduktion beider Anlagen seit der Inbetriebnahme
dargestellt und monatlich aktualisiert. Geringe Abweichungen zwischen
Fernüberwachung und offizieller Zählung sind technisch
bedingt.
Abbildung 4.5-6 zeigt
die Monatserträge der WKA
auf dem Streitberg seit Inbetriebnahme: [7] |
 |
Bei der Kommanditgesellschaft handelt es sich um einen Gewerbebetrieb.
Die Betreibergesellschaft zahlt daher Gewerbe- und Umsatzsteuer.
Jeder der Mitunternehmerinnen und Mitunternehmer ist mit ihrem bzw.
seinem Kapitalanteil an allen Gewinnen und Verlusten der Gesellschaft
beteiligt. In den ersten Jahren entstehen durch die degressive Abschreibung
der Windkraftanlagen hohe steuerliche Verluste, welche dem Kommanditist
anteilig zugewiesen werden. Diese Verlustzuweisungen wirken sich
bei der persönlichen Einkommens- bzw. Lohnsteuererklärung
steuermindernd aus. Diese Steuerrückzahlung stellt den ersten
Kapitalrückfluß dar. Ab 1998 kommt es zu Gewinnausschüttungen.
Die mittlere Rendite der Kommanditbeteiligung liegt bei einen Betrachtungszeitraum
von 20 Jahren bei ca. 7 %.
Bei einer Kommanditeinlage von 10.000,- DM spart eine Gesellschafterin
bzw. ein Gesellschafter mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen
von jährlich 50.000,- DM durch die Verlustzuweisungen der ersten
Betriebsjahre bis zu 3.600,- DM an Steuern (Einkommen-, Kirchensteuer
und Solidaritätszuschlag).
Alle fünf WKA könnten 4.200.000 KWh/a einfahren, was ca.
723.000.- DM an Ertrag ergeben würde (1996).
Investitionskosten:
| Investitionsphase |
erste
Bauphase 2xE-40 reale Kosten |
zweite
Bauphase 3x500-600 kW Kostenplanung |
Summe |
Spez.
Kosten/kW nur für die Anlage am Streitberg |
Spez.
Kosten f. Anlage Hohenfels |
| Systempreis
inkl. Montage |
1.780.000.-
DM |
2.700.000.-
DM |
4.480.000.-
DM |
1780,-
DM/kW |
1500,-
DM/kW |
| Fundamente |
129.000.-
DM |
195.000.-
DM |
324.000.-
DM |
129,- DM/kW |
108,33
DM/kW |
| Netzanschluß
inkl. Trafo |
196.000.-
DM |
265.000.-
DM |
461.000.-
DM |
196,- DM/kW |
147,22
DM/kW |
| Zuwegung |
20.000.-
DM |
40.000.-
DM |
60.000.-
DM |
20,- DM/kW |
22,22 DM/kW |
| Planung
und Bauleitung |
70.000.-
DM |
90.000.-
DM |
160.000.-
DM |
70,- DM/kW |
50,- DM/kW |
| Kapitalvermittlung |
60.000.-
DM |
90.000.-
DM |
150.000.-
DM |
60,- DM/kW |
50,- DM/kW |
| Gründung
und Beratung |
17.000.-
DM |
8.000.-
DM |
26.000.-
DM |
17,- DM/kW |
4,44 DM/kW |
| Baugenehmigung |
8.000.-
DM |
12.000.-
DM |
19.000.-
DM |
8,- DM/kW |
6,66 DM/kW |
| Kostenreserve |
20.000.-
DM |
50.000.-
DM |
70.000.-
DM |
20,- DM/kW |
27,77 DM/kW |
| Summe: |
2.300.000.-
DM |
3.450.000.-
DM |
5.750.000.-
DM |
2.300,-
DM/kW |
1916,67
DM7kW |
Wenn man nun Abbildung 4-23 hinzuzieht
und den Wert für eine 500 kW Anlage abliest, so erhält
man die Vollaststundenzahl von 2100 bis 2250 h. Das wären bei
einer 500 kW Anlage dann 1.050.000 kWh an Mindestertrag für
eine wirtschaftliche Ausrichtung der Anlage. Beide Anlagen zusammen
müßten also 2.100.000 kWh pro Jahr erzeugen, was nach
heutiger Vergütung (17,21 Pf/kW) 361.410.- DM/a entspricht.
Laut Windgutachten ist für beide Anlagen ein Ertrag von 1.680.000
kWh/a errechnet worden. Daraus läßt sich erkennen, daß
die Anlage nach dem Diagramm nach 4-23 nicht wirtschaftlich ist.
Jedoch wird hier eine Lebensdauer von nur 10 Jahren angenommen,
und der Kalkulationszinssatz ist mit 8% auch recht hoch, so daß
eine Wirtschaftlichkeit doch noch gegeben sein kann, auch wenn diese
dann nicht mehr ganz so gut im Vergleich zu konventionellen Geldanlagen
abschneidet.
Finanzierungskosten:
| Finanzierungsphase: |
erste
Bauphase 2xE40 reale Kosten |
Zweite
Bauphase 3x500-600 kW Kostenplanung |
Summe |
spez.
Kosten Streitberg |
spez.
Kosten Hohenfels |
| Eigenkapital |
1.200.000,- DM |
1.800.000,- DM |
3.000.000,- DM |
1200,- DM/kW |
1000,- DM/kW |
| ERP-Kredit |
1.100.000,- DM |
1.650.000,- DM |
2.750.000,- DM |
1100,- DM/kW |
916,67 DM/kW |
| Summe |
2.300.000,- DM |
3.450.000,- DM |
5.750.000,- DM |
2300,- DM/kW |
1916,67 DM/kW |
|
|
|
Betriebskosten:
Versicherungsprämien: 0,7%/a bezogen auf gesamte Investitionskosten
Wartungskosten: 0,6%/a bezogen auf Systempreis der WKA
Reparaturkosten: 1%/a bezogen auf Gesamtinvestitionskosten
Ferner entstehen Kosten für die Pacht der Grundstücke,
die Betriebsüberwachung, die Geschäftsführung und
Verwaltung der Gesellschaft (nach Stundenaufwand) sowie Gewerbesteuer,
die ab dem Jahr 2008 durch die hohen steuerlichen Gewinne auf über
70.000,- DM/a ansteigt.
Die Betriebssicherheit der beiden E-40 des Laatzener Windkraftprojektes
wird durch das ENERCON- Partnerkonzept gewährleistet. Im Rahmen
dieses Versicherungspaket gleicht Enercon Ertragsausfälle aus,
sofern die Verfügbarkeit unter 98% liegt und die versicherte
Jahresproduktion (900.000 kWh pro Anlage) nicht erreicht wird. Mit
beinhaltet ist eine Maschinenbruchversicherung, die Wartung und
notwendige Reparaturen (ohne weiter Kosten). Das ENERCON- Partnerkonzept
kostet pro Jahr und Anlage 18.000,- DM (36.- DM/kW).
In der Anlage ist eine tabellarisch dargestellte Wirtschaftlichkeitsrechnung
der Windwärts GmbH einzusehen.
Eigene Berechnung der Wirtschaftlichkeit mit der Kapitalwertmethode:
Annahmen: Lebensdauer der WKA: 20 Jahre
Ertrag/a: 1.680.000 kWh
Anfangsinvestition I0: 2.300.000.- DM
Erlöse: siehe Tabellenblatt der Windwärts GmbH, ohne Zinseinnahmen
Darlehen: 6,5% über 10 Jahre
Zinsfuß p: 0,78% (bei C=0), sonst 2% für Inflation
Wartung/a: 62.900,- DM/a
Weitere Ergebnisse:
Die kWh kann bei keiner Berücksichtigung der Inflation mit
0,201 DM geliefert werden. Mit Inflation (2%) kommt die kostendeckende
Vergütung (KV) auf 0,212 DM/kWh.
Bei einer Rechnung mit Inflation (2%) kommt über 20 Jahre ein
Verlust von 365.000 DM zustande, ohne Inflation 271.000,- DM. Lässt
man das Darlehen außer Betracht, so ergibt sich ein Zinsfuß
von 3,74%.
Windenergiefarm in Wales: [8]
Penrhyddlan und Llidiartywaun Wind Farm
Der Strom, der in der Windfarm von Penrhyddlan und Llidiartywaun
(P&L) erzeugt wird bewirkt eine Reduktion des Schadstoffausstoßes
um 1.479.700 Tonnen Kohlendioxid während der berechneten Lebensdauer
von 25 Jahren. P&L - eine der größten Windfarmen
in Europa - besteht aus zwei Teilen, die als eine Einheit betrieben
werden. Die Windfarm beinhaltet 103 Mitsubishi MWT-205G Windturbinen
und hat eine installierte Leistung von 30,9 MW (durchschnittliche
Leistung: 13 MW). Die Turbinen sind 300kW Aggregate mit voll verstellbaren
3-Blattrotoren. Die Turmhöhe beträgt 30m, der Rotordurchmesser
beträgt 29m. Strom wird bei Windgeschwindigkeiten zwischen
5,5m/s und 24m/s erzeugt. Jede Turbine erzeugt Strom mit einer Spannung
von 480V, der am Fuße des Turmes auf 33kV aufgespannt wird.
Die Energie wird über eine nahegelegene Trafostation in das
Netz eingespeist.
Die durchschnittliche Jahresproduktion der Windfarm beträgt
ca. 72.000 MWh.
Konstruktion:
Die P&L Windfarm ist in zwei Sektionen aufgebaut. Die Penrhyddlan
Sektion besteht aus 43 Turbinen, während die Llidiartywaun
Sektion aus 60 Turbinen besteht. Jede Sektion ist mit einem 33kV
Kabel mit der Trafostation verbunden.
Detaillierte Vorbereitungen für die Windfarm begannen 1990.
Mit dem Bau der Windfarm wurde im Juni 1992 begonnen, wobei hauptsächlich
lokale Unternehmen beschäftigt wurden. Die Türme wurden
in den USA durch die Firma SeaWest erzeugt, die Turbinen wurden
in Japan durch die Firma Mitsubishi gefertigt. Die Stromproduktion
begann im November 1992 und die volle Leistung wurde im Januar 1993
erreicht.
Nachfolgende Arbeiten verbesserten das Geräuschverhalten der
Rotoren. Die Wartung erfolgt durch 8-10 Vollzeitbeschäftigte
- ein nicht unwesentlicher Faktor in einer Region mit hoher Arbeitslosigkeit.
Kosten:
Die Kosten beliefen sich auf ca. 50 Millionen US$ (Preisbasis 1993).
Das sind nach heutigem Kurs ca. 77 Mio. DM. Die Investitionskosten
pro voraussichtlichen Ertrag in kWh beträgt damit 77.000.000,-
DM /72.000.000 kWh = 1,07 DM/kWh an spez. Investitionskosten, was
der Faustregel für 1DM an Investitionskosten pro produzierte
kWh entspricht.
Finanzierung:
80% der Finanzierung wurde durch ein Bankenkonsortium aufgebracht,
die restlichen 20% durch das Elektrizitätsunternehmen CeltPower.
Betriebskosten:
Die Betriebskosten betragen ca. 0,025 US$/kWh bei einer Jahreserzeugung
von 72.000 MWh.
Wirtschaftlichkeitsrechnung:
Annahmen:
Investition: 77.000.000,- DM
Ertrag: 72.000.000 kWh
Darlehen: 6,5% über 10 Jahre
Lebensdauer: 20 Jahre
Betriebskosten: 232.500*12 = 2.790.000 DM/a (entspricht 0,025 US$
pro kWh)
Ergebnisse:
Rentabilität 6,92% (Inflationsbereinigt). Überschuss nach
20 Jahren von 29 Mio. DM, Amortisation nach 18 Jahren. Ohne Inflation
ist die Rentabilität bei 8,98%, der Überschuß beträgt
dann 61 Mio. DM, Amortisation nach 15 Jahren.
Nun wird C = 0 gesetzt, die Inflationsrate belassen mit 2% und die
KV ausgerechnet mit 0,181 DM/kWh. Ohne Inflation beträgt die
KV 0,167 DM/kWh.
Der Zinsfuß wird errechnet mit 4,7%. Läßt man das
Darlehen außer Betracht ergibt sich ein Zinsfuß von
7,78%.
Windkraftanlagen auf dem Himmelberg: [9]
Die technischen Daten:
Betreiber : SoWiTec GmbH, Engstingen bei Reutlingen, Frank und Gerd
Hummel sowie rund 30 weitere ortsansässige Beteiligte
Anlagen : 3x Micon 1500/600 kW
Anlagenkosten : 2,7 Millionen Mark (1.500,- DM/kW)
Fundamente : 180.000 Mark (100,- DM/kW)
Zuwegung, Erschließung :30.000 Mark (17,- DM/kW)
Netzanschlußkosten : 320.000 Mark (178,- DM/kW)
Planungskosten : 40.000 Mark (22,- DM/kW)
Ausgleichsmaßnahmen : 60.000 Mark (33,- DM/kW, Ausräumung
von Dolinen/Löchern direkt vor den Anlagen; ferner sollen in
der Ortschaft Melchingen entlang der Hauptstraße Bäume
gepflanzt werden).
Sonstiges : 70.000 Mark (39,- DM/kW)
Gesamtinvestitionen
vor Zuschüssen : 3,4 Millionen Mark (1889,- DM/kW)
Zuschüsse : Zwei Anlagen mit BMFT-Betriebskostenzuschuß
von sechs Pf./kWh bis 25% der Investitionskosten bezahlt sind.
Landeszuschuß : Im Juli wurde das neue Landesförderprogramm
veröffentlicht, es liegt noch zur Prüfung bei der Europäischen
Union. Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Land liegt vor, Förderbescheid
des Landes über 20 bis 25% Investitionskostenzuschuß
(=700.000-800.000 Mark) in Aussicht.
Finanzierung : Deutsche Industriebank, Stuttgart
Prognostizierter Jahresertrag : drei Mio. kWh, Jahresstrombedarf
von ca. 937 Vier-Personen-Haushalten
Schadstoffentlastung (gegenüber Kohleversorgung): 2.850 t Kohlendioxid,
1.170 kg SO2, 1.455 kg Stickoxide im Jahr. Damit ergibt sich für
die Faustregel: 1,13 DM/kWh. Für die Wartungskosten wurde der
Preis der Windenergiefarm in Wales um 10% erhöht, was somit
ca. 0,0426 DM/kWh ergibt (127.875,- DM/a).
Annahmen:
Investitionskosten: 3,4 MIO. DM
Betriebskosten/a: 127.875,- DM/a
Inflation: 2%
Darlehen: 6,5% über 10 Jahre
Ertrag/Leistung: 3.000.000 kWh/a
Ergebnisse:
Rentabilität 5,93%, Amortisation 18 Jahre, Überschuß
von 633.000,- DM. Ohne Berücksichtigung der Inflation ergibt
sich eine Rentabilität von 7,74%, Amortisation nach 16 Jahren,
Überschuß von 1,8 Mio. DM. Nun wird C = 0 gesetzt und
es ergibt sich eine KV von 0,194 DM/kWh (Inflationsbereinigt), ohne
Inflation ergibt sich 0,178 DM/kWh. Der interne Zinsfuß ergibt
sich zu 3,38%; ohne Darlehen zu 6,36 %.
4.6 Fazit Wind
Potentiale in der Entwicklung, Standortausnutzung:
Die Windenergietechnik ist bereits so weit fortgeschritten, daß
mit ihr bis Ende dieses Jahrzehnts mehrere Kernkraftwerke ersetzt
werden könnten, wenn der Bau der Anlagen nicht behindert würde
[10]. Prognosen
gehen davon aus, daß bis Ende dieses Jahres bereits die 2
GW Grenze erreicht werden könnte.
| Abbildung
4.6-1 zeigt die derzeitige installierte WKA-Leistungen in
Europa: [11] |
 |
 |
Abbildung
4.6-2 zeigt die Prognose der WKA-Entwicklung bis zum Jahr
2000: [12] |
In dieser Abbildung steht unter den Kontinent die 1995 installierte
Nennleistung. Die andere Zahl zeigt den voraussichtlichen Zuwachs
bis zum Jahr 2000. In Europa entsteht somit ein WKA-Markt mit ca.
8 Mrd. DM Umsatz bis zum Jahr 2000 (4.700.000 kW * 1.800,- DM7kW).
Heute liegt das größte Marktwachstum für die Windenergie
in Europa (Deutschland, Großbritannien, Spanien,..) und Asien
(Indien, China). Deutschland wurde 1994 zum zweitgrößten
"Windland" der Welt, nach den USA, und verdrängte
damit Dänemark auf den dritten Platz. Es ist jedoch sehr wahrscheinlich,
daß Indien innerhalb kurzer Zeit diesen zweiten Platz einnehmen
wird, und daß langfristig China die führende Wind-Nation
werden könnte.
In Bayern waren 1995 5 MW Nennleistung aus WKA installiert, in Sachsen
32,1 MW und in Schleswig-Holstein 448,8 MW.
Durch die Förderungen des Bundes und der Länder haben
die WKA Ihre Kinderkrankheiten hinter sich gelassen, und sind nun
in der Phase der Serienfertigung übergegangen. Auch ohne Förderungen
des Bundes kann heute an einem windreichen Standort wirtschaftlich
Strom durch Wind erzeugt werden.
Der Trend zu größeren Anlagen wird andauern, und kleinere
Anlagen werden durch die neu aufkommende 800-1500 KW-Klasse ersetzt
werden.
Leider werden die guten Standorte für WKA immer
weniger werden, so daß in nächster Zukunft eher kleinere
WKA durch größere Ersetzt werden.
Kostenentwicklung:
Die Kosten für WKA werden noch weiter sinken. Der WKA-Markt
hat zwar jetzt einen starken Rückgang in der BRD zu verzeichnen,
aber der Export von WKA verspricht interessant zu werden. Viele
Länder in Europa (siehe Abbildung oben) haben, was die Nutzung
der Windkraft betrifft, noch Aufholbedarf.
Ein Preis von 1000 DM je installiertem KW Nennleistung sollte erreichbar
sein (siehe Abbildung 4-22).
Akzeptanz in der Bevölkerung: [13]
Die Akzeptanz von Windkraftanlagen hängt von den Auswirkungen
auf die Umwelt ab. Dazu gehören sowohl Menschen und Tiere,
die in der Nähe dieser Anlagen leben, als auch die Elektrizitätsversorgungsunternehem
(EVU), die den Strom dieser Anlagen kaufen und an deren Kunden verteilen.
Grundsätzlich ist natürlich auch zu Überdenken, ob
überhaupt eine WKA in einer Wohngegend aufgestellt werden soll.
Optik
Der visuelle Eindruck von Windkraftanlagen gehört zu den umstrittensten
Aspekten der Nutzung der Windenergie. Der Anblick von Windkraftanlagen
ist ein Zeichen der industriellen Gesellschaft. Während historische
Windmühlen oft als romantisch empfunden werden, wird eine "moderne"
Windturbine nicht so leicht akzeptiert. Über Geschmack läßt
sich streiten, aber Paul Gipe hat in seinen Aesthetic Guidelines
[14] aufgeführt,
was Mensch nicht machen sollte, um eine Windturbine oder einen Windpark
häßlich zu gestalten. Was dann immer noch bleibt ist
der Landschaftsverbrauch der Windenergie. Bei einer Ansammlung von
kleinen Windkraftanlagen wird mehr Land benötigt als bei größeren
Anlagen, aber sie sind nicht so weit sichtbar.
Interessanterweise liegt der Landschaftsverbrauch bei "üblichen"
Energieerzeugung (Kohle, Wasser, Nuklear) in der gleichen Größenordnung
wie bei der Windenergienutzung, wenn der Abbau, die Verarbeitung
und der Haldenbedarf mitgerechnet wird. Es ist nur die Frage ob
Mensch lieber Landschaft in Südafrika, im Ruhrgebiet oder auf
landwirtschaftlichen Nutzflächen "verbrauchen" möchte.
In Naturschutzgebieten haben Windkraftanlagen als Ausdruck industrieller
Produktion nichts zu suchen, aber Windkraftanlagen sind als regenerative
Energiequellen praktizierter Landschaftsschutz und somit nach auch
in Landschaftsschutzgebieten zu akzeptieren. Hier ist allerdings
die Einhaltung der Aesthetic Guidelines besonders wichtig.
Früher wurden die Rotorblätter von Windkraftanlagen, wie
bei Segelflugzeugen, wegen der Aerodynamik glänzend weiß
gestrichen. Die Folge waren weithin sichtbare periodische Reflexionen
des Sonnenlichtes bei schönem Wetter und laufender Anlage,
die Discoeffekt genannt wurden. Die Rotorblatthersteller haben Jahre
gebraucht, bis sie sich trauten die Rotorblätter lichtgrau
zu streichen, weil sie Ertragseinbußen fürchteten. Heute
sind matte Rotorblätter üblich. Die Belästigungen
durch den Discoeffekt beschränken sich daher hoffentlich nur
noch auf alte Anlagen.
Was bleibt, ist allerdings eine eventuelle Belästigung durch
Schattenwurf im Nahbereich der Windkraftanlage. Wegen der Auswirkung
der TA Lärm (siehe nächsten Punkt) dürfte die aber
kaum eine Beeinträchtigung auf Siedlungsgebiete haben.
Zur Verdeutlichung der Relationen: Um einen Anteil von 10 % unseres
heutigen Energieverbrauches zu erzeugen, müßten etwa
50 - 100.000 mittelgroße Windkraftanlagen aufgestellt werden,
In Deutschland stehen heute etwa 1,4 Mio. Hochspannungsmasten
Lärm
Bei einer Windkraftanlage entstehen im Betrieb eine Reihe von Geräuschen.
An den Rotorblättern, im Triebstrang und am Turm. Akustisch
sind dabei ein breitbandiges Rauschen, einige Einzeltöne und
eventuell periodische Ereignisse zu hören. Um den Lärm
zu bewerten, wird nach einer Messung der Schalleistungspegel einer
Windkraftanlage berechnet. Typisch sind Werte von ca. 100 dB(A)
(Abbildung 4.6-3 zeigt eine Schallprognose: ).
Dies ist allerdings nur ein theoretischer Wert. Alle Geräuschquellen
einer Windkraftanlage werden zu einem Punkt zusammengefaßt.
Man kann sich auch im Zentrum einer Windkraftanlage normalerweise
noch gut unterhalten. Mit der Entfernung nimmt der Schall ab. Die
Messung wird üblicherweise bei 8 m/s gemacht. Bei niedrigeren
Windgeschwindigkeiten ist der Lärmpegel der Windkraftanlage
niedriger. Bei höheren Windgeschwindigkeiten sind die Umgebungsgeräusche
lauter.
Nach TA Lärm /2/ darf nachts in Wohngebieten ein Lärmpegel
von 35 dB(A) (das entspricht etwa dem Ticken einer Uhr) nicht überschritten
werden. Daher wird normalerweise ein minimaler Abstand von 300 -
400 Metern zu Wohngebieten eingehalten. Auf den Autoverkehr wird
diese Regel leider nicht angewandt, auch wenn es vorgeschrieben
ist.
Durch Abreißen der Strömung am Flügel entsteht ein
Windgeräusch, das sehr laut werden kann. Bei WKA passiert dies
entweder bei verstellten Flügeln, oder wenn der Flügel
am Mast vorbeidreht. Eine Lösung wäre es, wenn man ein
großes T als Statisches System wählen würde. An
einem Ende sind die Flügel befestigt, am anderen Ende ein Gegengewicht.
Dadurch wird ein vorbeistreifen der Flügel am Mast vermieden,
und die WKA arbeitet leiser.
Um aber Einsprüche der Nachbarschaft schon im vorhinein im
Keim ersticken zu können, sollte vor Installation einer WKA
ein Schallgutachten erstellt werden:
| Abbildung
4.6-3 zeigt eine Schallprognose: [15] |
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Anlagen der neueren Generation werden trotz steigender Nennleistung
nicht mehr lauter:
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Abbildung
4.6-4 zeigt, daß der Schalleistungspegel bei den neuen
WKA mit größeren Rotordurchmesser nicht mehr stark
ansteigt: [16] |
Einfluss auf die Tierwelt (siehe auch Abbildung 4.6 -6)
Vogelschlag:
Windkraftanlagen haben einen Einfluss auf die Tierwelt. Entgegen
landläufiger Meinung gibt es in der Bundesrepublik fast kein
Vogelschlagproblem. In den USA und bei Gibraltar stehen viele Windparks
auf Bergkanten, die Ablösepunkte für Thermik sein können,
die von großen Scharen von Zugvögeln ausgenutzt werden.
Dort kreisen die Vögel stundenlang um laufende Rotoren in Aufwinden.
Selbst bei niedriger Wahrscheinlichkeit ist durch die hohe Anzahl
von Gelegenheiten ein Verlust von Vögeln zu beklagen. In solche
Bereiche sollten zur Steigerung der Lebensdauer von Vögeln
und Windkraftanlagen keine Anlagen aufgestellt werden. In der Bundesrepublik
sind solche Kombinationen aus extremer Thermik und hoher Vogeldichte
selten. "Fremde" Zugvögel wechseln die Flughöhe
in Windparknähe, "bekannte" Vögel kennen "ihre"
Anlagen. Bei stürmischen Verhältnissen in Kombination
mit schlechten Sichtverhältnissen (Nacht, Nebel) stellen Masten
und Bäume und Häuserwände allerdings eine Gefahr
für Vögel dar .
Scheucheffekt:
Nachgewiesen ist auch der Scheucheffekt auf einige Watvögel
im Küstenbereich. Daher wird eine Baugenehmigung im bekannten
Brutbereich dieser Vögel normalerweise nicht erteilt.
Eine extreme Haltung dazu nimmt Hermann Scheer (Eurosolar, MdB)
an: "Was ist der Scheucheffekt von Windkraftanlagen gegenüber
den Auswirkungen des Scheucheffekts durch das Ansteigen des Meeresspiegels".
Abbildung 4.6-5 zeigt die Brutplätze von Vögeln vor und
nach Errichtung einer WKA: [17]
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Allgemein sollte vor der Installation eines WKA ein Simulationsfoto
angefertigt werden, um die Nachbarn, Stadträte und Bürgermeister
eine Vorstellung über eine WKA zu geben.
| Abbildung
4.6-6 zeigt eine solche Simulation: [18] |
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[1] Quelle: http://www.iwr.de[zurück]
[2] Quelle: http://www.iwr.de[zurück]
[3] Quelle: http://emsolar-tu-berlin.de/[zurück]
[4] Quelle: http://www.nrel.gov/data/wind/images/wind.gif[zurück]
[5] Quelle: Bayerischen Solar- und
Windatlas[zurück]
[6] Quelle: http://www.iwr.de
[zurück]
[7] Quelle: http://keynes.fb12.tu-berlin.de/luftraum/konst/overview.html[zurück]
[8] Quelle: Windkraftanlagen, Seite 47, von Erich Hau, Springer Verlag[zurück]
[9] Quelle: Prospekt der Firma Heidelberg
Motor GmbH[zurück]
[10] Quelle: Windkraftanlagen,
Seite 52, Erich Hau, Springer Verlag[zurück]
[11] Quelle: http://www.iwr.de[zurück]
[12] Quelle: http://www.iwr.de[zurück]
[13] Quelle: http://www.iwr.de[zurück]
[14] Quelle: http://www.iwr.de[zurück]
[15] Quelle: http://www.iwr.de[zurück]
[16] Quelle: http://www.uni-muenster.de/Landschaftsoekologie/FG-Windenergie/
bilder/mast2.jpg[zurück]
[17] Quelle: http://www.iwr.de[zurück]
[18] Quelle: http://www.iwr.de[zurück]
[19] Quelle: http://www.iwr.de[zurück]
[20] Quelle: Andreas Wiese, Simulation
einer Energieerzeugung aus regenerativen
Energien[zurück]
[21] Quelle: http://www.iwr.de[zurück]
[22] Quelle: Interessenverband Windkraft
Binnenland e.V.[zurück]
[23] Quelle: http://www.iwr.de[zurück]
[24] Quelle: http://www.iwr.de[zurück]
[25] Quelle: http://www.iwr.de[zurück]
[26] Quelle: http://www.iwr.de[zurück]
[27] Quelle: Broschüre Erneuerbare
Energien in Bayern des bayerischen Ministeriums für
Forschung, Wissenschaft ...[zurück]
[28] Quelle: Broschüre Erneuerbare
Energien in Bayern des bayerischen Ministeriums für
Forschung, Wissenschaft ...[zurück]
[29] Quelle:http://ourworld.compuserve.com/homepages/windwaerts/[zurück]
[30] Quelle:Windwärts Energie-GmbH[zurück]
[31] Quelle: Aus Hinweise zur
Windenergienutzung in Bayern des Bayerischen
Staatsministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Technologie[zurück]
[32] Quelle: Aus Hinweise zur
Windenergienutzung in Bayern des Bayerischen
Staatsministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Technologie[zurück]
[33] Quelle: http://www.iwr.de[zurück]
[34] Quelle: http://www.nrel.gov/documents/energy/re-wind.html[zurück]
[35] Quelle: http://ourworld.compuserve.com/homepages/windwaerts[zurück]
[36] Quelle: http://www.iwr.de[zurück]
[37] Quelle: Windwärts Energie
GmbH[zurück]
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[1] Quelle: http://www.iwr.de
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[2] Quelle: Aus: Heinz Schulz, Kleine
Windkraftanlagen, Freiburg Ökobuch 1991 [zurück]
[3] Quelle: Aus: Erich Hau, Windkraftanlagen
[zurück]
[4] Quelle: Aus: Erich Hau, Windkraftanlagen
[zurück]
[5] Quelle: FOCUS 25/1996 [zurück]
[6] Quelle: http://ourworld.compuserve.com/homepages/windwaerts/betriebs.htm
[zurück]
[7] Quelle: http://ourworld.compuserve.com/homepages/windwaerts/betriebs.htm
[zurück]
[8] Quelle: Internet [zurück]
[9] Quelle: http://www.iwr.de
[zurück]
[10] Quelle: Erscheinungsdatum 08.05.1993
Süddeutsche Zeitung NR. 105 VOM 08.05.1993
SEITE f22 [zurück]
[11] Quelle: http://www.iwr.de
[zurück]
[12] Quelle: http://www.iwr.de
[zurück]
[13] Quelle: http://keynes.fb12.tu-berlin.de/luftraum/konst/
[zurück]
[14] Quelle: Literaturangabe in: http://keynes.fb12.tu-berlin.de/luftraum/konst/
[zurück]
[15] Quelle: http://www.iwr.de
[zurück]
[16] Quelle: http://www.iwr.de
[zurück]
[17] Quelle: http://www.iwr.de
[zurück]
[18] Quelle: http://www.iwr.de
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